Abends fand die Jahreshauptversammlung des Schulvereins statt. Mutti ist im Vorstand, weil sie lesen und schreiben kann. Irgendwie ist das traurig. Außer den drei Mitgliedern des Vorstands waren nur zwei weitere Vereinsmitglieder da.Außerdem sind die Mitgleidszahlen dürftig. Nur ein Bruchteil Eltern, die ihr Kind auf unserer Schule haben, sind Vereinsmitglied.

Bis auf die Kontoführungsgebühren geht alles Geld 1:1 an die Schüler. Da ist es unbegreiflich, warum Eltern, die ihr Kind auf der Schule haben, nicht dem Verein angehören und warum sich nicht ein paar mehr Menschen engagieren. Das ist nicht nachvollziehbar!

Die Kieler Nachrichten berichtet heute über einen Skandal. HIER

Da mußte ein beinamputierter Urlauber doch tatsächlich ein Ticket für die Fördefahrt bezahlen, weil sein österreichischer Behindertenausweis nicht anerkannt wurde.

... Genau! Weil der Behindertenausweis alleine nämlich nicht zu Freifahrten berechtigt! Egal welche Nationalität man hat und wo man wohnt. In Deutschland benötigt man eine Wertmarke, um den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Und die muß man (in S-H) beim Landesamt für Soziale Dienste kaufen und bei der Fahrt vorlegen.

Und diese Wertmarke gilt nicht im Ausland, d.h., umgekehrt muß abbes Bein im Urlaub außerhalb Deutschlands auch bezahlen.

Fazit:

Keine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Kein Skandal!

Man könnte den Fall allenfalls zum Anlaß nehmen, eine einheitliche europäische Regelung zu treffen.

Falls es jemanden interessiert, wie die FRS Helgoline auf die Beschwerde-E-Mail reagiert hat.... Nachmittags kam eine lapidare E-Mail als Antwort, die nicht mal eine Entschuldigung beinhaltete.

Ich dachte zuerst, das war eine Zwischenmitteilung, aber danach kam nichts mehr.

Bei Facebook gab es immerhin eine Reaktion, die man aber auch in die Tonne kloppen konnte. Eine Entschuldigung hält die FRS Helgoline anscheinend nicht für angebracht. Fazit: Nie wieder!


Mi 08.08.2018 16:27

Sehr geehrte Frau Teetzen-Wielebinski,

gerne bestätigen wir Ihnen den Erhalt Ihrer E-Mail.

Wir haben Ihre E-Mail in unserem Hause an den entsprechenden Mitarbeiter
zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Reederei-Serviceteam

FRS Helgoline GmbH & Co. KG
Norderhofenden 19-20, 24937 Flensburg, Germany
Tel.:+49 461 864-44 | Fax: +49 461 864-30

Handelsregister Amtsgericht Flensburg HRA 5550 FL

FRS Helgoline Beteiligungs GmbH

Handelsregister Amtsgericht Flensburg HRB 4936 FL

Geschäftsführer: Christian Baumberger, Götz Becker, Birte Dettmers, Jan Kruse


Am 08.08.2018 um 11:36 schrieb Andrea Teetzen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern sind wir von HH nach Helgoland gefahren und wieder zurück.

Das Gute zuerst:
Wir wurden im Vorwege telefonisch ausgezeichnet von Frau X. beraten hinsichtlich der Sitzplätze (1 Rollstuhl + Begleitperson) und die spätere Buchung hat telefonisch ausgezeichnet geklappt incl Übersendung des Schwerbehindertenausweises usw.

Auf der Hinfahrt war alles prima. Wir wurden in Hamburg achtern über die Rampe aufs Hauptdeck eingecheckt, da vorne der Einstieg über eine Treppe erfolgte.

Rechtzeitig vor Helgoland kam eine Mitarbeiterin zu uns und brachte uns per Fahrstuhl aufs Oberdeck, so daß wir dort problemlos den Katamaran verlassen konnten.

Alles schick!

Die Rückfahrt war hingegen nicht so prickelnd. Es war kein Mitarbeiter in Helgoland vor Ort, der uns mit dem Fahrstuhl vom Oberdeck aufs Hauptdeck bringen konnten. Die angeblich einzige eingewiesene Fachkraft, die in der Lage gewesen wäre, den Fahrstuhl zu bedienen, hatte irgendwo zu tun und wir standen blöde rum.

So ein Fahrstuhl ist natürlich auch Raketentechnik, da braucht man für eine Fahrt ein Studium, das kann nicht jeder….  und vermutlich ist es wichtiger, kühle Getränke zu verkaufen. Da die Dame nicht auftauchte, hatte mein Mann irgendwann die Nase voll und hat Kind und Rolli die Treppe runtergetragen, zumal wir alles versperrten.

Kurz vor Hamburg habe ich 2x nachgefragt, ob wir wieder vom Hauptdeck aus achtern von Bord gehen, so wie wir auch an Bord gekommen sind. Nein, nein, war die Antwort. Sie steigen ganz  normal vorne aus.

Okay, kann ja mit dem Wasserstand zu tun haben und man benötigt abends keine Treppe.

Sie ahnen es bereits – natürlich standen wir wie doof vor der Treppe. Mit einem Pulk von Menschen hinter uns, die das Schiff verlassen wollten und einem Mitarbeiter, der an der Treppe stand und überhaupt nicht begriff, daß man da mit einem Rollstuhl wohl NICHT runterkommt.


Das Ende vom Lied, da wir unseren Zug bekommen mußten. Mein Mann hat erneut den Rolli die Treppen runtergetragen, was nicht wirklich rückenfreundlich und dazu gefährlich ist.

Da an dem Tag noch ein Scooter, ein weiterer Rollstuhl sowie ein großer Kinderwagen waren, wüßte ich ja gerne mal, wie die die Treppen bewältigt haben. Oder ob die die Rampe benutzen durften?

Nach einem wirklich gelungenen Auftakt fand ich das Ende des Tages wirklich ernüchternd.

Sie sollten Ihre Mitarbeiter schulen: Rollstuhl und Treppe = funktioniert nicht!

Und das braucht man als Fahrgast auch nicht fragen oder darauf aufmerksam machen, daß muß das Personal von alleine sehen und begreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Teetzen-Wielebinski

Sonntagabend einen Karton der Abriform Junior XS per E-Mail bestellt und heute kommentarlos eine andere Marke vorgefunden. Wtf? Die Windeln gehen zur Neige gehen und ich darf mich wieder mit dem Versorger rumärgern. Es kotzt mich an!

Sehr geehrte Damen und Herren,

verwundert habe ich eben ihren Karton mit Windeln vom Ablageplatz geholt.

Ich habe Abriform Junior XS bestellt und stattdessen wurden Comfy Junior XS Slips geliefert.

Handelt es sich hierbei um ein Versehen?

Sollten Sie die Abriform nicht mehr im Programm haben, dann erwarte ich, darüber in Kenntnis gesetzt zu werden und vorab rechtzeitig Muster der Ersatzwindeln zu erhalten.

Ich bitte um umgehende Rückmeldung, ob Sie

  1. SOFORT (ich habe keine Windeln mehr!!) unter Express zu ihren Lasten  die richtigen  Windeln übersenden.
    Die gelieferten Windeln schicke ich dann umgehend zurück, wenn Sie mir einen Retourenaufkleber übersenden.
  2. Die Abriform nicht mehr liefern können. Dann werde ich ein Paket der Comfy testen und bei Nichtgefallen die restlichen 13 Pakete zurücksenden.

Mit freundlichen Grüßen


Ergebnis:

Die Abriform wurden aus dem Programm genommen. Man wird sie aber zukünftig extra für uns weiterhin vorhalten. Den Karton mit den Comfy Junior dürfen wir kostenlos behalten und verbrauchen oder verschenken.

Was da passiert ist, dürfte wohl klar sein.

Die Abriform sind teurer als die Comfy Junior und qualitativ besser. Die Comfy Junior sind in der Paßform kleiner und natürlich dünner und nicht so saugfähig. Zwischen der Gesetzlichen Krankenkasse und dem Versorger besteht ein Vertrag mit einer Versorgungspauschale und zur Gewinnoptimierung liefert der Versorger nun die günstigeren Windeln. Und vermutlich kassiert er für die "guten" Windeln eine schöne Zuzahlung.

Und hier wurde leider übersehen, daß wir Selbstzahler sind und nun auf einmal gibt es die Windeln doch noch....

Ein schönes Geschäft, wenn man bedenkt, daß die Versorgungspauschalen in der GKV zwischen 15 und 20 EUR monatlich liegen und wir über 60 EUR jeden Monat bezahlen. Für 40 EUR mehr, kann man auch "ausnahmsweise" "aus Kulanz" und "im Einzelfall" mal die teuren Windeln vorhalten... Da ist man selbstlos als Versorger.

Ab sofort findet ihr den Blog nur noch hier.

Es wird Beiträge geben, die ohne Registrierung der Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn es z.B. um Therapien, (meine) Behinderung, Hinweise auf andere Webseiten usw. geht. Und es wird Beiträge geben, die nur registrierten Nutzern zur Verfüng stehen. Die Registrierung muß von mir bzw. Mutti freigegeben werden. Wer nicht persönlich bekannt ist oder schon lange in virtuellem Kontakt mit mir/uns steht, möge sich bitte per E-Mail kurz outen, wer er/sie ist und warum ein Interesse besteht.

Vielen Dank dafür!