Mutti und ich haben bis 6.30 Uhr geschlafen. Ich hab zuerst gefrühstückt, Mutti hat um 8.30 Uhr geduscht und um 9.30 Uhr sind Mutti und ich zum Frühstück in die Kantine gegangen. Wir verloddern total.

So sieht mein Plan für heute aus - übersichtlich:

11:30 Uhr Physio

13:30 Uhr Ergo

15:30 Uhr Physio (60 Min)

Das ist übrigens die Kellerverbindung zwischen Kantine und Altbau.

Spontan bekam ich noch Musikunterricht... Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Bei der Physio wurde ich erstmal durchgecheckt. Wie beweglich bin ich (noch)?

Mittag: Veganes Kartoffelgulasch statt Riesenhamburger mit Kartoffelwedges.

Bei der Ergotherapie wurde ein Stehständer für mich aus dem Pool gesucht und eingestellt. Ich durfte dazu ordentlich Krach machen!

Normalerweise gehen die Therapien nur bis 16 Uhr. Ausnahmsweise ging es bis 16.30 Uhr, weil eine Therapeutin Dienstags immer etwas länger arbeitet.

Ich sollte mich zu meinem Hasen bewegen, aber das klappt noch nicht so richtig.

Schaukeln ist cool.

Asiatischer Geflügeleintopf zum Abendbrot und für mich einen Einlauf.

Fazit: Eintopf sehr lecker, Einlauf sehr wirksam. Five Pounds without Bones.

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Ich will raus aus dem Lagerungsblock! Ich hab die Nase voll!

Papa hat morgens geholfen, mich fertig zu machen und meinen Rehabuggy und die Taschen im Auto verstaut. Mutti und ich warteten dann auf den Liegendtransport, der für 8 Uhr bestellt war.

 

Um zwanzig nach acht hat Mutti telefonisch nachgefragt, was denn los sei. Alles gut, der Rettungswagen für den Liegendtransport ist unterwegs und es ist notiert: 9 Uhr in Hamburg. Okay, das dürfte wohl nix mehr werden. Gut, daß Mutti einen Puffer eingebaut hat. Dafür waren die zwei Jungs von den Johannitern sehr sympathisch und der Fahrer hatte Ähnlichkeit mit Stefan Henssler, das entschädigte fürs Warten. ;-)

 

 

Mutti war mit zwei Ampelphasen Vorsprung schon vorm Krankenhaus als wir kamen. Die Helios-Klinik Geesthacht hat einen Ableger im Kinderkrankenhaus Altona. Die Orthopädie des AKK befindet sich im 3. Stock im Neubau, die Anschlußrehabilitation findet im 2. Stock des alten Gebäudes statt.  

Das ist unser Blick aus dem Fenster (abgeschlossen, geht nur zu kippen - damit man sich nicht rausstürzen kann).

 

Taschen ausgepackt. WLAN läuft! Lätzchentest bestanden. Die haben große Lätzchen für Erwachsene mit einem tollen Patent zum Umhängen.

Dann fand das Aufnahmegespräch statt mit hunderttausend Fragen und der Test für den Barthel-Index wurde auch gemacht. Der Kandidat hat Null-Punkte! ;-)

Und dann gings auch schon zum Röntgen.

Hoffen wir mal, das ist ein gutes Röntgenbild.

Ich habe Zimmer 15 bekommen, das ist das Kuh-Zimmer.

Und ohne Vorwarnung kam um 13 Uhr die Lehrerin und ich mußte die Schulbank drücken. Nach dem ersten Schock war es echt toll! Sie hat "Wer hat die Kokosnuß geklaut?" für mich gesungen und das auf der Gitarre begleitet.

In der Anschlußreha ist es so, daß die Kinder oben auf Station verpflegt werden und die Begleitpersonen einen Chip bekommen und in der Kantine essen gehen. Heute gab es Maultaschen mit Pfifferling-Champignon-Sauce. Sehr lecker.

Wann kommt denn nun endlich die Ärztin? Sie muß das Röntgenbild ansehen und das Turnen freigeben.

Juhu! Röntgenbild sieht gut aus. Der Rinderknochen ist gut verwachsen und das Bein auch. Nachts soll ich weiterhin im Lagerungsblock schlafen und im Rehabuggy auch gerne mit dem Abduktionskeil sitzen. Ansonsten darf ich loslegen...

Ganz schön komisch, wenn man auf einmal auf dem Bauch liegen darf und das Abstützen ist auch ganz schön anstrengend.

Nach der Ärztin kam eine Therapeutin und hat gefühlt alle Fragen von morgens nochmal gestellt. Mutti war da langsam schon schlecht gelaunt und bei den Hilfsmitteln wurde sie ungnädig. Es ist völlig okay, daß man sich einen Eindruck verschafft, über welche Hilfsmittel der Rehabilitand verfügt. Hat er einen Rolli? Einen Therapiestuhl? Orthesen? Gehtrainer? Stehständer? Aber wozu ist es wichtig, wer der Hilfsmittelversorger ist? Es interessiert doch überhaupt nicht, ob der Stehständer von Firma Mustermann aus Musterstadt geliefert wurde oder von der Firma 08/15 aus Bielefeld. Das hat Mutti dann auch gleich rausgehauen. Wozu ist die Firma wichtig? Was hat das mit der Reha hier zu tun? Und was geht das die Rehaklinik an? Die Stimmung war danach erstmal etwas abgekühlt. Aber wozu diese Daten nun erhoben werden, daß ist immer noch unklar.

Mutti gefällt das alte Gemäuer sehr gut. Treppenhaus von außen:

Treppenhaus von innen:

Unsere hohen Fenster im Zimmer:

Nach dem Abendessen wurde ich gebadet. Schwester B. war so lieb, zu helfen und meinte, ich sehe aus wie Kevin allein zuhaus.

Haare gewaschen - das erste Mal seit dem 30.11.2016 - Juhu!

Ich hab mit Mutti im Bett gekuschelt und mich schön an sie gekuschelt.

Und 5 Minuten später hab ich selig geschlummert.

Endlich wieder auf dem Bauch liegen!

Anmerkung: Mutti hat mich nach einiger Zeit in mein Bett in den Lagerungsblock gelegt.

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Der letzte Tag! Die Nerven liegen blank. Ich will mich bewegen.

Dafür, daß ich am Bauch festgeschnallt bin, komme ich erstaunlich gut zum Sitzen und kann mich sogar vorbeugen. Mutti überlegt, mich am letzten Tag mit einem Sandsack oder einer Gehwegplatte auf dem Bauch daran zu hindern.

Die Taschen sind gepackt. Es kann losgehen.

Morgen um 8 Uhr kommt der Liegendtransport und bringt mich nach Hamburg. Dann checken wir in der Anschlußreha ein und warten darauf, daß meine Hüfte geröngt ist. Wenn alles okay ist und sich nichts verschoben hat, dann gehts los mit dem Turnen!

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Montag. Angelika war von 6 Uhr bis 13 Uhr da, dann hat Mutti sie abgelöst.

Meryl Streep, die großartigste Schauspielerin überhaupt, hat bei der Verleihung der Golden Globe Awards in Los Angeles eine beeindruckende Rede gegen Donald Trump gehalten, der in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft hat.

Diese Frau ist beeindruckend! Wunderbar.

Spiegel

Welt

Stern

Süddeutsche


90 Prozent tragen Bedenken. 10 % Verantwortung

Roman Herzog über Politiker (+ 09.01.2017)

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Es gibt jetzt Leitlinien fürs Down Syndrom im Kindes- und Jugendalter. Lesenswert! Nicht nur für Ärzte.


http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/027-051.html

 

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Kleiner Rückblick bzw. ein Vorgeschmack auf den Winter!

 

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Wir haben den Tagesordnungspunkt "Einbau eines Treppenlifts im Treppenhaus" auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung gesetzt. Eben erhielten wir eine Stellungnahme unseres ehemaligen Nachbarn und Miteigentümers. Der Einbau eines Treppenlifts stellt eine Wertminderung seiner Wohnung dar und schreckt potentielle Mieter bei einer Wohnungsbesichtigung ab.

Uff.

Was würdet Ihr denken, wenn Ihr eine tolle Wohnung besichtigt und im Treppenhaus ist ein Treppenlift?

Oh, da wohnt ein alter Mann, der die Treppe nicht mehr schafft - den will ich nicht als Nachbarn? Oder: Oh, da wohnt eine junge Frau mit abbem Bein, die nach einem Unfall die Treppe nicht mehr hochkommt - so eine geht als Nachbarin ja gar nicht! Oder: Ihhhh, ein behindertes Kind - mit so einer Familie teile ich mir kein Dach ?

Und was, wenn es noch schlimmer kommt? Unerkannt wohnen im Erdgeschoß zwei laufenden Menschen, die schwer hörgeschädigt sind. Ist das nicht auch eine Wertminderung für den Miteigentümer? Und ist das auch gleich eine Wertminderung für unsere Eigentumswohnung? Könnten wir die überhaupt verkaufen, wenn unter uns schwerbehinderte Leute wohnen? Die bekommen auch immer Besuch von anderen Hörgeschädigten und die unterhalten sich dann mit der Gebärdensprache im Garten.

Und jetzt fehlen uns irgendwie die Worte, um dieses Posting zu Ende zu bringen. Wir fühlen eine gigantische Wut in uns aufsteigen.
Wollen wir mal hoffen, daß dem Guten niemals irgendwas zustößt, was uns schadenfroh werden läßt.

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Ab sofort findet ihr den Blog nur noch hier.

Es wird Beiträge geben, die ohne Registrierung der Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn es z.B. um Therapien, (meine) Behinderung, Hinweise auf andere Webseiten usw. geht. Und es wird Beiträge geben, die nur registrierten Nutzern zur Verfüng stehen. Die Registrierung muß von mir bzw. Mutti freigegeben werden. Wer nicht persönlich bekannt ist oder schon lange in virtuellem Kontakt mit mir/uns steht, möge sich bitte per E-Mail kurz outen, wer er/sie ist und warum ein Interesse besteht.

Vielen Dank dafür!

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