Lockdown 2.0 - ab heute wieder: Eat, sleep, repeat

Das Gute am Lockdown ist, man muß kaum waschen und bügeln, außer ab und zu mal die Jogginghose oder ein Schlafanzugoberteil.


Papa ist wieder früh ins Büro.

Mutti und ich sind rechtzeitig aufgestanden, weil sich unser Orthesengott nach dem Frühstück angekündigt hatte. Ich mußte den Rohentwurf der Orthesen anprobieren, damit er sie weiterbauen kann. Für die Anschlußreha benötige ich ja passende Orthesen.

Das hat alles gut geklappt.

Zahnpasta...

Lockdown ab Mittwoch! Fehlt nur noch die Ausgangssperre in Lübeck, wo die Bürgersteige doch eh früh hochgeklappt werden.

Aber ich bin dabei! Stay at home... ;-)  (im Lagerungsblock)

Wochenende. Mutti ist relativ früh los zum Einkaufen in der Hoffnung, das es nicht so voll ist...

Ansonsten hatten wir einen ruhigen Tag.

Lecker Steckrübensuppe! Oder wie Muttis Kollegen sagen: Wrukeneintopf... :-)

Langsam haben wir uns eingespielt. Ich werde täglich Punkt 5 Uhr wach. Mutti steht auf. Papa ist schon früher hoch und macht sich fertig. Um kurz nach halb sechs geht er zum Bus um zur Arbeit zu fahren. Spätestens nach dem Frühstück schlafe ich nochmal ein und Mutti arbeitet ein wenig. Um 9.30 Uhr war Telefonkonferenz angesagt. Nach 1,5 Stunden wurde ich langsam laut und fand, es reicht.

Papa kommt gegen 16 Uhr nach Hause. Dieses Mal mit Rosen für Mutti.

Die Tulpen hatten es hinter sich:

Und dann darf ich aus dem Bett raus.

Wobei meine Eltern nicht sehr glücklich sind, über die Verrenkungen die ich im Liegerollstuhl veranstalte.

Und gegen halb zehn wird das Licht ausgemacht und ich schlafe recht schnell ein.

Guten Morgen! Und gute Nacht. Ich hab mich gleich wieder hingelegt.

Meine Lippen sind immer voll trocken, trotz eincremen.

Papa war nach der Arbeit mit Oma Garten und Tante Dinkelstange im Cittimarkt Fleisch einkaufen für Weihnachten. Und von Mutti hatte er den Auftrag, ihr eine Flasche Gin mitzubringen, weil die Flasche so hübsch ist.

Schmecken soll er übrigens auch, sagt dieser Testbericht über den Mermaid Gin.

Abends darf ich immer in meinen Liegerolli, damit ich mal eine andere Position einnehme und aus dem Block rauskomme. Das ist aber gar nicht so einfach, da ich mich so mit dem Oberkörper verbiege.

Zurück im Bett.

 

Montag. Papa arbeitet, Mutti ist bei mir.

Kaum war Papa von der Arbeit zurück, wurde mir schon wieder ein Einlauf verpaßt. Gestern morgen hatte ich ja chon Bauchweh, aber es passierte nichts. Nur rumliegen ohne Bewegung ist Mist und zusätzlich Eisentropfen sind kontraproduktiv.

Als das Klistier anfang zu wirken, hab ich ordentlich gejammert und geflucht. Das hat keinen Spaß gemacht. Danach waren wir alle fix und fertig.

Und auch die zweite Runde war kein Spaß. Ich habe fertig.

Heute geht Papa wieder arbeiten und Mutti bleibt mit mir zuhause. Solange ich kein Kacki macht, kommt ein Elternteil gut mit mir alleine klar.

Papa hat jetzt noch 2 Kinderkrankentage übrig und Mutti noch alle.

Mir gehts gut, aber essen tu ich wie ein Spatz. Ein paar Löffelchen und dann reichts mir. Dafür trinke ich ordentlich!

Um 15.30 Uhr hat Mutti auf Station angerufen und nach den Ergebnissen der Urinprobe gefragt. Es ist ordinärer Pipi-Keim und das AB, das ich seit Dienstag mittag nehme wirkt dagegen. Alles gut.

Ordinärer Keim, das verordnete Antibiotika wirkt dagegen. Nichts resistentes.

Die erste Nacht zuhause im eigenen Bett! ♥ Im eigenen Lagerungsblock.... :-p

Ich hab gut geschlafen, hab 3x kurz lautiert, bin aber gleich wieder eingeschlafen, als Mutti mir was zu trinken gab. Um 5 Uhr war dann aber Feierabend.

Gegen 10 Uhr kam Oma Neustadt und meine Eltern sind schnell nach Hamburg gedüst in der Hoffnung, daß ich nicht die Windel voll mache.

Papa hat schnell den Liegerollstuhl von Station geholt und es war ein Krampf, den hinten ins Auto zu kriegen (und zuhause wieder raus).

Mutti hat noch einen kleinen Abstecher zur Elbchaussee gemacht und mir Treckerfotos mitgebracht:

Das Häuschen daneben gefällt ihr gut. :-)

Weil ich so schön schlief und nichts passierte, haben meine Eltern noch schnell mein Antibiotika aus der Apotheke geholt und waren einkaufen.

Danke fürs Aufpassen, Oma!

Nachmittags durfte ich aus dem Bett raus und etwas im Rolli sitzen. Der Oberkörper darf max. 70 Grad aufgerichtet werden.

Mal eine andere Perspektive.

Ich habe Nachts in den Urinbeutel gepinkelt und man vermutet, daß ich eine Blasenentzündugn habe, denn der Urin riecht streng. Eine Sichtprobe ergab: er schillert in allen Farben des Regenbogens!

Meine Eltern finden einen Harnwegsinfekt nicht schön, der kann aber z.B. durch einen Blasenkatheter entstehen. Gegen normale Keime hilft Antiobiotika und dann ist gut. Kein Grund, damit im Krankenhaus zu bleiben, zumal meine Temperatur normal ist mit 37,2 - auch wenn der CRP-Schnelltest einen CRP von 56 ergeben hat.

Der Krankentransport war für 10 Uhr bestellt, da die Kinderärztin aber nicht rankam, konnten wir den nicht nehmen. Gegen Mittag schaute die Kinderärztin zur Tür rein, untersuchte mich nicht mal, sondern verkündete, daß ich einen Harnwegsinfekt habe. Dann wollte sie wissen, ob ich was mit den Nieren habe oder irgendwelche Allergien. Dann verordnete sie ein Breitband-AB und wir sollen Donnerstag nachfragen, was das Labor rausgefunden hat.

Um halb drei war der Krankenwagen da. Eigentlich hätte Papa gar nicht mitfahren dürfen (Corona!) und der Liegerollstuhl paßte natürlich auch nicht rein. Mutti hatte sich schon gewundert und Papa hat ihn wieder auf Station gebracht.

Um halb vier waren wir an der Abfahrt Lübeck Mitte und fuhren kurz danach auf den Hof!

Raus!

Und dann kam die Herausforderung. Wie komme ich nach oben? Der Fahrer war sehr pessimistisch. Der Kollege etwas zuversichtlicher und Mutti sagte: es muß gehen, denn ich kann ja nicht bis zum 20. Januar draußen vor der Tür stehen bleiben. Papa hat dann die Hälfte der Verantwortung übernommen.

Keine Chance, mit einer Trage um die Ecke zu kommen.

Geschafft!

Ich liege im Wohnzimmer.

Bordsteinrampe aus Gummigranulat (Länge: 100cm | Breite: 25cm | Höhe: 3cm - 11cm | Winkel: 6,8° - 20°)

Sie erleichtert das Anfahren von Erhöhungen und Absenkungen und ist im Innen- und Außenbereich einsetzbar.

 

 

Netzfund!

So kann eine Behindertentoilette aussehen - in einem Ferienpark in Deutschland.

Die preisgekrönte App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ sollten alle Eltern auf ihrem Handy installiert haben.

Näheres dazu auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) HIER.

Die App liefert Informationen zu Chemikalien, Medikamenten und Pflanzen, die Vergiftungsunfälle bei Kindern verursachen können - und wie sich diese vermeiden lassen und natürlich ist dort für den Fall des Falles die Telefonnumer des Giftnotrufs hinterlegt.

 

Ab sofort findet ihr den Blog nur noch hier.

Es wird Beiträge geben, die ohne Registrierung der Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn es z.B. um Therapien, (meine) Behinderung, Hinweise auf andere Webseiten usw. geht. Und es wird Beiträge geben, die nur registrierten Nutzern zur Verfüng stehen. Die Registrierung muß von mir bzw. Mutti freigegeben werden. Wer nicht persönlich bekannt ist oder schon lange in virtuellem Kontakt mit mir/uns steht, möge sich bitte per E-Mail kurz outen, wer er/sie ist und warum ein Interesse besteht.

Vielen Dank dafür!