Das Portanstechen machte keinen Spaß, er ließ sich nicht gut spülen. Blut kam auch keins. Mehr spülen wurde nur noch unangenehmer, so daß ich darum gebeten hab, nochmal von vorne anzufangen.

Gute Entscheidung! Es fühlte sich gleich besser an und alles klappte gut. Mein HB-Wert ist auf 11,8 hoch. Mein Onkologe erklärte, daß das ganz logisch sei. Capecitabin wirkt sich im Gegensatz zu Lonsurf nicht auf die Blutbildung aus.

Die weißen Blutkörperchen leben 4 Tage, die roten Blutkörperchen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 120 Tage. Deshalb kommt es beim Lonsurf immer zu kurzfristigen Spitzen bei den weißen Blutkörperchen. Bei den Roten hingegen geht es langsam, dafür kommen die aber nicht mehr so gut aus dem Tal raus.

Warum mich das Avastin immer so müde macht, ist eigentlich nicht zu erklären. Zumindestens ist es keine bekannte Nebenwirkung. Und eigentlich müßte die Müdigkeit viel länger anhalten, wenn das Avastin schuld darin ist.

Es könnte allerdings sein, daß es an der Infusion liegt, denn durch die Kochsalzlösung bekommt der Kreislauf viel Flüssigkeit zugeführt und das erhöhte Volumen muß "verarbeitet" werden.

Benjamin Wollmershäuser ist mit 28 Jahren gestorben. MELDUNG

Er erkrankte mit 20 an Darmkrebs und wurde bekannt durch seinen Blog.


 Ich kann das nicht ertragen.

Essen gehen in der Kantine oder nicht? Schaffe ich es rechtzeitig zum Klo? Nach Hause? Oder sitze ich so wie gestern drüben in der Autowaschanlage auf dem schicken neu gefliesten WC?

Scheixx drauf, im wahrsten Sinne des Wortes - bei Frankfurter Grüner Soße kann ich nicht widerstehen. ♥

Anmerkung: alles okay!

Ich weiß ja nicht, was Ihre Zahnarztfrau empfiehlt - mein Zahnarzt rät - trinke keinen Kamillentee! ;-)

 

Ich bin total verliebt in diese tollen Lightboxen.
Diese gab es gestern bei Aldi im Sonderverkauf.♥

Heute Besprechung! Nicht vergessen:

Ich hab mich über den Internationalen Frauentag immer etwas lustig gemacht und es bis heute belächelt, daß dieser Tag in den neuen Bundesländern groß gefeiert wurde oder sogar seit diesem Jahr ein neuer Feiertag in Berlin ist. Es kam mir fast vor wie ein zweiter Muttertag im März statt im Mai mit roten Nelken vom Chef.

Wenn ich allerdings lese, das ein Vater sich um die Kinder kümmert und dafür einen Preis bekommt und das weder am 1. April veröffentlicht wird noch beim Postillon, dann gibt es wohl doch noch einiges zu tun!

SPITZENVATER DES JAHRES

(Die Astronautin wird nicht einmal namentlich erwähnt. Ob die Frau von Astro-Alex auch einen Preis erhalten hat?)

.

Es geht um die Frauenrechte!


 

Die interne Umstrukturierung bei meinem Arbeitgeber ist erfolgt. Ab heute klingeln die Telefone heiß.

Ich bin Krankgeschrieben. Genau wie beim ersten Mal überkommt mich am Tag nach der Avastingabe eine unbeschreibliche Müdigkeit. Ich hab vormittags tief und fest drei Stunden im Bett geschlafen und nachmittags nochmal eine Stunde. Als ich das Avastin 2017 bekommen habe, fiel das nicht auf, weil es zusätzlich noch Chemo gab und Cortison gegen die Übelkeit. Das hat so aufgeputscht, da merkte ich die Müdigkeit nicht.

Heute gab es zum zweiten Mal Avastin. Nasenbluten hab ich noch nicht, dafür ist die Haut sehr trocken.

Mein HB-Wert liegt bei 11,2. Ich zum Vertretungsonkologen: "Mensch, damit kann ich ja bald wieder Blutspenden gehen!" (Grenzwert 12,0)
Der Arzt klopft mir aufs Bein: "Das laß mal besser sein."

Seit Mittwochabend habe ich Zahnschmerzen. Aufgrund der Kontrolle neulich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Es ist was ganz fieses (Wurzel...) oder ich hab wieder diesen Druckschmerz, weil ich die Zähne zusammenbeiße. Ich hatte das schon zweimal und bin morgens mit Höllenschmerzen aufgewacht. Dieses Mal bin ich mit Schmerzen ins Bett gegangen.

Vielleicht hätte ich mir bei der Besprechung doch lieber auf die Zunge beißen sollen? ;-)

Untersuchungsergebnis nach Sichtkontrolle und Röntgen. Alles gut!

Da muß ich mir für die Zukunft wohl was einfallen lassen. Und Ibuprofen sind für mich auch keine Lösung, wenn ich meine arme Leber denke. :-(

Die Krankenmeldungen gehen auf keine Kuhhaut. Die Grippe oder sowas ähnliches hat die Kollegen fest im Griff. Acht Kranke können nicht kompensiert werden.

Und nein! Wir haben keine Leichen im Keller.

Wir schicken die Ratsuchenden einfach wieder weg. :-(

In einer Stoma-Facebookgruppe wurden diese Beerdigungsbilder eines verstorbenen Mitglieds veröffentlicht und auch zur weiteren Nutzung freigegeben.

Kaiserwetter und so schöne Ballons - das würde mir auf meiner Beerdigung auch gefallen. Muß aber noch nicht so  bald sein.

Ich war im Blumengeschäft und wollte nur eine kleine Blume für die Arzthelferin als Mitbringsel kaufen. Überall Rosen und Herzen... Ganz vergessen, daß Valentinstag ist. Interessiert mich eigentlich auch nicht.

Ist aber ein schöner Grund, sich selbst zu beschenken:

Meine dritte Orchidee.

Nun hab ich das Buch gelesen. Die Empfehlung aus dem Frühstücksfernsehen.

Wie würdest Du leben, wenn Du wüßtest, an welchem Tag Du stirbst?
Wer führt ein erfüllteres Leben? Der, der Risiken eingeht - oder der, der vorsichtig ist?

Das Buch ist okay. Insgesamt hatte ich mehr erwartet.

Ab heute (4 Wochen und 6 Tage nach der OP) gibt es alle drei Wochen eine Ladung Avastin. Das ist das Teufelszeug, von dem ich Nasenbluten bekomme. Aber hilft ja nix.

Bzw.: Hoffentlich hilft es!

Der HB-Wert ist bei erfreulichen 10,3!

Fast 5 Wochen nach der OP endlich ein Schaumbad! Schöööön.

 

In einem Tempel in Chiang Mai im Norden Thailands brennt eine Kerze für mich.

Danke Heike!♥

Erst erklärt er, daß der Krebs in 20 Jahren besiegt ist und nun gibts auch noch gute Ratschläge gratis und den Hinweis, man hat eigentlich selber schuld am Krebs.

 

Irgendwie hat dieser *piiiiep* Pech beim Denken.


Neue Westfälische

WDR

Bento

.

Die Fäden müssen dieses Mal nicht gezogen werden, sondern lösen sich auf. Die Ärzte hatten gesagt, die "Enden" darf ich nach 1 Woche abschneiden, wenn sie mich stören. Anfangs störten sie gar nicht, dann wurde es mehr und wir haben sie knapp über der Haut abgeschnitten. (So knapp, wie es geht, wenn man atmet und Angst vor großen Schnittwunden hat! ;-)  )
Letzte Woche fing es an einem Ende erneut an zu pieksen. Und zwar richtig und täglich mehr. So wie ein kratziges Schild im Pullover... Unerträglich. Da hatte sich wieder etwas Faden den Weg nach draußen gesucht.

Todesmutig wollte ich das Elend selber beenden und während die eine Hand die Schere hielt, hatte die andere auf einmal den Quälgeist in der Hand.

Erlöst.

Am 1.8.2011 hatte ich mein 25jähriges Dienstjubiläum.

Am 1.5.2011 wurde - auf der Zielgeraden - die Jubiläumszuwendung abgeschafft.

Was hab ich mich geärgert.

 

Aufgrund des Gesetzes zur Änderung besoldungs- und beamtenrechtlicher Vorschriften wurde die Gewährung einer Jubiläumszuwendung aus Anlaß des 25jährigen Dienstjubiläums rückwirkend zum 1.5.2011 in Höhe von 307 EUR wieder eingeführt. 182,51 EUR netto wurden mir mit der Entgeltzahlung für den Monat Februar 2019 überwiesen.

Das Geld reicht für knapp 2 Friseurbesuche.

Eine von meinen Frauen ist auf Kuba und hat mich mit Autobildern versorgt. Ich muß da hin!

Der GöGa will nicht. Ich suche eine Reisebegleitung.

In der Kantine gab es Grünkohl. Einen besseren Grund, mal auf der Arbeit vorbeizuschauen, gibt es nicht. ;-) (Wobei der Grünkohl einen Tick zu senfig war für meinen Geschmack.)

Morgens glitzerte es draußen so wundervoll, wie der Einband des Buches, das ich hauptsächlich wegen des Schutzumschlags gekauft habe.

Die gebundene Ausgabe hat einen sehr hochwertigen Umschlag, auf dem wirklich der Sternenhimmel in 3D funkelt. Zauberhaft. Die Taschenbuchversion ist leider nur "normal".

Paolo Cognetti wird anscheinend zur Zeit hoch gehandelt und böse Zunge behaupten, er wird maßlos überschätzt. Tendenziell ist es eher ein "Männerbuch". Ob nun Möchtegern-Poet bzw. -Philosoph oder Esoteriker, das Buch liest sich sehr gut und hat mich in eine eigenartige Stimmung versetzt. Und nur das ist letztlich entscheinend. Ich habe mich gefreut, wenn ich es weiterlesen konnte.

Diesen Vogel habe ich übrigens mal „gefangen“ und vor dem sicheren Kältetod bewahrt.

Er flog bei meinem Kollegen auf der Auffahrt rum, flatterte von Tanne zu Tanne und schrie laut. Dann landete er auf meinem Kopf und wollte dort ein Nest bauen.
Ich bin ganz vorsichtig mit ihm ins Haus in den Flur gegangen und hab mit dem Vogel aufm Kopf im Tierheim angerufen.
Als die fragten, welche Farbe der hat, musste ich erstmal im Garderobenspiegel gucken.😂 Währenddessen fraß er meinen Brillenbügel.

Ich bin immer noch verliebt in das Stoffbeutelchen eines Weihnachtsgeschenks.

Nun hab ich mir einen Ruthe-Kalender 2019 bestellt und selber geschenkt. Der sollte schon angemessen verpackt sein. Aber wie teilt man das Amazon mit?

Eine Empfehlung meines Onkologen: "Kurz"-Geschichten von Henry James. "Wie alles kam"

Ich muß das Büchlein erstmal im Antiquariat besorgen.

Termin beim Onkologen. Mein HB-Wert liegt bei 9,4.

Irgendwie ist das absurd. In Stralsund hatte ich vor der OP einen HB-Wert von 7,7 und danach von 5,5. Das ich von 5,5 auf 9,4 hoch bin, ist illusorisch. D.h., die Meßverfahren sind unterschiedlich. Für mich ist der Wert bei meinem Onkologen maßgebend und 9,4 nach der OP find ich super!

Und wie gehts weiter? Das ist die Frage aller Fragen.

Hat das Lonsurf, das ich ein Jahr genommen habe geholfen, oder nicht? Sind eine Lungenmetastase und eine Lebermetastase gut oder schlecht? Man weiß es nicht. Keiner weiß das. Waren es "nur" jeweils eine Metastase? Oder "trotzdem"?

Und was war mit den Capecitabin-Tabletten 2017? Haben die geholfen oder nicht?2017 hab ich morgens und abends jeweils eine handvoll von dem Zeug genommen und am Wochenende pausiert. Nun hat der Onkologe sich überlegt, wir könnten es nochmal mit den Tabletten versuchen, aber mit einer anderen Einnahmestrategie.

Ab sofort (mittags) soll ich  3x tgl ohne Pause je 1 Tablette Capecitabin nehmen. D.h., es soll ein permanenter Spiegel im Körper wirken.

Und zusätzlich gibt es alle 3 Wochen Avastin, beginnend ab 11.2., da man das erst vier Wochen nach der OP bekommen darf.

Frau Dr. hat genau das gemacht, was ich mir vorgestellt habe. Sie hat mir einen neuen Zahn gebastelt. 2004, also 10 Jahre nach dem Tod des Zahns, hatte sie zuletzt was an dem Zahn gemacht und die Klebefüllung ausgetauscht.

Da noch ein bißchen Zahnmaterial vorhanden war (außer der Füllung), hat sie den Zahn etwas runtergeschliffen, so daß er keine Angriffsfläche bietet und ein paar Kunststoffschichten aufgetragen.  Großartig!

Wenn ich auf eine Nuß beiße und den "Zahn" an der falschen Stelle erwische, wird er  es wohl nicht überleben. Mit etwas Glück hält er aber und überlebt mich.

Schaun mer mal - ein Implantat unter Chemo ist tendenziell eher schwierig.

Und nun ist mir noch ein Stück vom Zahn abgebrochen. Toll!

Ich habe einen trockenen und auch schon etwas härteren Aachener Printen gefrühstückt und dachte zuerst: Mensch, was klebt denn da am Zahn und fühlt sich so komisch an? Bis ich schnallte - da klebt gar nix, da ist was weg.

Wenigstens tut es nicht weh. Der Zahn wurde mir irgendwann im Sommer 1994 (?) totgebohrt. Ich hatte auf der anderen Seite Zahnschmerzen und der Zahnarzt machte an dem Zahn eine Wurzelbehandlung!? Bis heute glaube ich nicht, daß der Zahn etwas hatte, sondern das es um eine schöne Brücke ging. Das verzeih ich dem Idioten nie. Und ohne Ankündigung da rumzubohren und diese Diagnose zu stellen, war echt ne 6. Immerhin hat der Zahn nun ohne teure Maßnahmen mit einer Klebefüllung gute 25 Jahre durchgehalten, obwohl der Idiot meinte, der hält so nur als Provisorium während des meines mehrwöchigen Urlaubs.

Und am Montag hoffe ich auf eine Reparatur als Provisorium. Ob ein Stiftzahn unter Chemo was wird, glaub ich nämlich nicht.

Auf die nächsten 25!

Na Bravo.. Mittwoch hatte ich abends Bauchweh und bin mit Krämpfen ins Bett gegangen. Die Nacht war grauenhaft. Ich wußte kaum, wie ich liegen soll. Mir stand kalter Schweiß auf der Stirn und alles war furchtbar blöd. Direkt nach dem Aufstehen morgen mußte ich mich mehrfach übergeben. Danach ging es schon ein bißchen besser, nur auf den Beinen konnte ich mich kaum halten. Also hab ich nochmal bis halb zwölf geschlafen. Da kam dann der Rest unten raus. Nach einigen Runden war der Spuk vorbei und es ging schlagartig bergauf.

Das hätte irgendwie auch nicht Not getan. Aber wenigstens kam ich trotz Bauchschnitt schnell zum WC und mit dem Bauch ist alles okay.

Ich hatte ja durchaus etwas Angst, was meine Verdauung nach der OP und insbesondere nach der Narkose macht. Schmerzmittel lähmen generell den Darm. Der Schmerzkatheter regt die Darmtätigkeit an. Die Verdauung ist durcheinander....
Die Sorge war unbegründet. Rechtzeitig vor der Abstimmung über die Ausstiegsvereinbarung war alles erledigt.

Ich wüßte wirklich gerne, was die während der OP mit meinem Kopf gemacht haben? Wo haben die den gelagert? Ich fühl mich wie Hui Buh das Schloßgespenst.

Der Arzt hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf verdreht! ;-)

6 Uhr aufstehen. Duschen und Haarewaschen. Tasche packen.

Merkposten:
3/4 des Inhalts wurden nicht benötigt und nicht angefaßt. Es war trotz Reduzierung viel zu viel.

7 Uhr Arztgespräch. Krass. Die Ärztin ist wirklich wie versprochen als erstes zu mir gekommen, damit ich früh los kann. Klasse.

Ich sitze auf dem Bett und pupse wild rum, der Lieblingsbruder meldet um 7.30 Uhr eine Pinkelpause auf Höhe Tribsees, um 8.20 Uhr ist er da.

Letzter Blick aus meinem tollen Zimmer:

8.30 Uhr Abfahrt.

An der Behelfsbrücke Tribsees ist Luft anhalten und Bauch festhalten angesagt, so wie der Übergang scheppert.

9.40 Uhr Rostock hinter uns, noch 100km bis Lübeck. 10.25 Uhr wir verlassen M-V und sind in S-H.! 10.45 Uhr Home sweet home. ♥♥♥

5.30 Uhr Tiefschlaf. "Lassen Sie mal die Augen zu, dann blendet das nicht so!. Rechts oder links?" Mit so einer Blutabnahme fängt der Tag gut an. Hilfe. (Die Nachtschwester ist eine ganz Liebe!)

Und wenn die Schwester von der Frühschicht reinkommt, einen anschaut und sagt: "Sie waren doch auch schon mal hier?" Dann warst Du zu oft im Krankenhaus!

Zweite Blutabnahme um halb zehn. Warum auch immer. Die Schwester druckste rum.

Die Assistenzärztin erklärte bei der Visite: Man hatte von heute morgen zwei Blutproben von mir und beide passten nicht zu mir. Da sie nicht raten und auch gerne ein korrektes Ergebnis haben wollte, hat sie mir nochmal Blut abnehmen lassen. Find ich eine gute Entscheidung.

Morgen früh bin ich die Erste bei der Visite, damit ich rechtzeitig nach Hause komme. 8 Uhr.

Die ZVK-Stelle sieht immer noch rot aus. Nicht der Einstich, sondern die Umgebung.

Spätzle-Gemüse-Pfanne mit Knoblauch-Dip, entgegen der vorherigen Ankündigung war der Dip untergerührt. Das war viel Knoblauch!

17 Uhr - Die Anästhesie ist  endlich da! Die Blutwerte sind soweit okay. Pflaster ab.

Schmerzkatheter raus!

Danke für den guten Job, lieber Schmerzkatheter.

Buch durchgelesen. Das war echt gut! Gruselig. Die wundern sich bestimmt schon alle, weil ich immer mit voller Festbeleuchtung schlafe.

Abendbrot:

Meine rechte Gesichtshälfte wurde abends rot und die Haut pustelig. Auf dem zweiten Bild von oben kann man es schon sehen. Mir fiel es da noch nicht aus.

21 Uhr - Gute Nacht!

Die letzten Tage habe ich wie blöd gerödelt, so daß alles für meine Abwesenheit vorbereitet ist.

  • Betten frisch bezogen
  • alle Wäsche gewaschen
  • Altpapier und Leergut weggebracht
  • Post und Überweisungen erledigt
  • Rest vorbereitet zum Abschicken mit lauter kleinen gelben Post its
  • Orchideen getränkt
  • Apotheke für Ole und mich aufgefüllt
  • die Glücksschweine gestriegelt und verpackt und vor allem "frisch geladen"
  • Beine rasiert - das blutet wie Sau
  • und ein letztes Mal gebadet.

Jetzt guck ich noch den Tatort aus Köln mit Ballauf und Schenk. Zicke zacke Hühnerkacke.

Am letzten Tag des Jahres wollte ich unbedingt nochmal ins Pressezentrum und Abschied nehmen von dieser Lübecker Institution, die Mitte Januar 2019 schließt.

Menschen meines Alters haben dort ihre Schallplatten und später CDs gekauft, für Konzertkarten angestanden und sich mit Büchern versorgt. Jugendliche heutzutage wissen gar nicht, warum man da reingehen könnte/sollte - und das ist dann auch der Grund fürs Ende.

Und wenn wir schon beim Rückblick sind... vor gut 50 Jahren bin ich von Süsel nach Neustadt gezogen in den Westpreußenring 35.

Erst hatten wir eine 3-Zimmer-Wohnung im dritten Stock,. später gings dann in eine 4-Zimmer-Wohnung im sechsten Stock.Die Kreuze markieren jeweils mein Kinderzimmer.

Und so sah das Ganze von oben aus.Das flache Gebäude schräg links vom rechten Hochhaus (Westpreußenring Nr. 3) war "mein" Kindergarten. Ich habe ihn gehasst wie die Pest.

Ausschnitt aus einer Postkarte von 1978:

... war ich bei Oma und Opa in Flensburg. Am 28.12. fing es nachmittags an zu schneien. Am Tag darauf konnte man das Ganze als Schneesturm bezeichnen und am 30.12. (Sonnabend) begann das Schneechaos. Die Ferien gingen bis zum 4.1.79 und es war undenkbar, daß Opa mich mit dem Taunus zurück nach Neustadt brachte. Als die Züge wieder fuhren, brachte Oma mich mit der Bahn heim. Der Zug fuhr durch meterhohe Schneewände.

Für uns Kinder war das toll!

Der Garagenhof am Westpreußenring 35 war komplett zugeschneit und wir hatten einen Rodelberg.

Der Blick aus meinem Kinderzimmerfenster. Der Ostring war komplett zugeschneit.

Ostring

Ostring

(BIlder Januar 1979 ?)

Meine  Güte! Hört es denn nie auf? Läuft und läuft und läuft...

Blöde Rotznase.

Briefmarke passend zum traurigen Anlaß. Stilvolles Detail. Ich bin zufrieden mit mir. Eines kleines feines Detail.

Das ist der Grund, warum ich Facebook mag.

Katzen für Mariette von Michael Brown

Mariette liegt im Krankenhaus. Sie hat Krebs und wird sterben. Michael macht am 11.12. einen Anstandsbesuch, obwohl er Krankenhäuser haßt und Mariette auch nur flüchtig kennt. Die beiden fangen an, über Katzen zu sprechen. Michael erzählt Mariette von "seinen" Katzen. Am 23.12. schläft Mariette friedlich ein und diese zwei Wochen haben beider Leben bereichert.

Ein schönes Buch. Auch wenn es absurd ist, dieses als Krebskranke zu lesen und zufälligerweise ausgerechnet am 23.12. das Buch aus den Händen zu legen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt,
wenn du erkennst, daß du nur eines hast.

Tom Hiddleston


In einer Todeanzeige gefunden und für gut befunden.

 

Rückblick dank Facebook. Das war Scheixxe!

Ich weiß gar nicht, seit wann meine liebe Freundin ihren Geburtstag am 22.12. in Lübeck feiert. Es muß irgendwann angefangen haben, nachdem sie weggezogen ist. Die Feier findet IMMER am 22.ten statt in fast identischer Besetzung.

Im Zolln waren wir noch nie, aber im Vai, im Miera, im Merhaba, in der Kocherei und seit 2016 im Sol y mar.

Warmer Ziegenkäse mit Honig und Pinienkernen...

Café Cortado Leche Leche

Créma Catálana

Es war wie immer ein toller Abend.

Ich zitiere Manu: "Jetzt hast Du aber auch wieder voll die Matte!" Ja! ♥

Die neue Decke gefällt mir gut!

Ein Facebook-Dialog, der mich traurig macht und gleichzeitig zum Lachen bringt und mir Motivation gibt.

Weihnachtsfrühstücke sind eine schöner Brauch im Büro. Jahrelang war das Nikolausfrühstück des Grundsatzreferats, ausgerichtet von meiner Freundin Fränzi, das Highlight. Durch interne Querelen fand es leider irgendwann nicht mehr statt.

Ein schöner Nachfolger ist das Weihnachtsfrühstück mit "meinen Jungs" mit Schinken von Schinken Nissen und Brötchen und Schwarzbrot von Bäckerei Ronneberger.

Um zwei Minuten vor Acht gab es bei Schinken Nissen keinen Parkplatz mehr und die Leute schleppten schon tütenweise ihre Einkäufe aus der Schinkenkate. Für den milden Schinken aus der Pape geräuchert auf Buche könnte man töten.

So kann der Weihnachtsurlaub starten. Mein Büro (gelber Pfeil) bleibt dunkel.

Im Frühstücksfernsehen wurde das Buch "Die Unsterblichen" besprochen. Klang ganz interessant, also war ich nachmittags in der Buchhandlung.

Eine Buchhandlung ist gefährlich. Viel gefährlicher als Amazon. Amazon teilt einem zwar immer mit, was andere Kunden noch gekauft haben - in der Buchhandlung springen einen die Bücher aber an und wenn man sie schon in der Hand hat...

Und ganz schnell sind 80 EUR weg.

 

Der Professor meldete sich früh morgens.

Nach Rücksprache mit den Radiologen sitzt das Scheixxding so hoch und direkt unterm Zwerchfell, daß die Gefahr besteht, das Zwerchfell oder die Lunge zu verletzen, wenn man den Bauch nicht ganz aufmacht und die Leber frei legt.
Dafür liegt das Scheixxding so schön am Rand, das man es gut wegschnippeln kann. Na Bravo!

Ob das dann nicht auch Neustadt tun könnte? Ja, theoretisch schon. Da das aber ein Rezidiv an einer Stelle ist, wo schon mal verpufft wurde, würden sich die Voroperateure das gerne ansehen. Und man weiß ja nicht, was einem auf dem Weg dorthin noch so unterkommt und vielleicht kann man das dann verpuffen? Und Neustadt hätte diese Technik nicht. Außerdem kennt der Professor meinen Bauch und ich wisse ja: Der Bauch sei nicht einfach" ;-)

Am 7.1. ist Aufnahme und am 8.1. die OP. Ich könnte im Strahl kotzen!

 

Da plagt mich Nachts die Verdauung, da mein Darm neuerdings gerne nachtaktiv ist und durch Zufall stelle ich fest, daß der Sternenhimmel unglaublich ist. Barfuß stand ich nachts um 2 Uhr auf der Dachterrasse und staunte mit offenem Mund.

Es war sternenklar, der Himmel war voll mit Sternen und sie haben gefunkelt, wie ich es noch nie gesehen habe. Ich habe wirklich noch nie so viele und so funkelnde Sterne gesehen. Und eine Sternschnuppe! ♥

Bei der Gelegenheit hab ich an meine Lieblingspostkarte gedacht und mich nun von ihr getrennt:

210 Briefe sind gedruckt, gefaltet, eingetütet und frankiert - also versandbereit. Jedes Mal bin ich froh, wenn ich die Aktion erledigt habe.

Abends war Weihnachtsfeier mit den Teamleiterkollegen. Der Weihnachtsmarkt mit Drachenblut an der Marienkirche.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt.

Anschließend Essen im Miera.

Bruscetta

Wirsinglasagne.

Das Bad.

Abends wurde das Lonsurf geliefert. 15mg statt 20mg.

Mach bitte Deinen Job. Und mach ihn gut!

Um 17.30 Uhr war ich beim Onkologen und dachte gutgelaunt, wir dosieren "nur" das Lonsurf neu und ich starte ab sofort wieder damit. Ich hatte auf 2 statt 3 Tabletten getippt. Also je 40mg statt 60mg morgens und abends. Stimmt auch fast. Es werden drei Tabeltten a 15g = 45g....

Aber!

Das große ABER!

Die Ärztin sprach letzte Woche von "verändertem Narbengewebe" in der Leber. Das scheint nun wohl doch ein Rezidiv zu sein, d.h. OP noch vor Weihnachten?

Ich kotz im Strahl. Könnte mir jemand Taschentücher reichen?

Vorher:

Nachher:

2000 EUR später....

Erinnert Ihr Euch an meine Schlafkrankheit? Dieser Tag! 
Mittlerweile habe ich erfahren, das es 5 oder 6 Personen des Workshops komplett zerlegt hat. Mit Komplettentleerungen, Fieber usw. Dafür ging es mir dann ja gar nicht sooo schlecht.

Dafür hat es mich jetzt erwischt. Die ganze Woche schwächel ich schon rum mit fiesen Halsschmerzen und Stimmproblemen, heute reicht es nun. Ab ins Bett.

Der beste GöGa der Welt hat Hühnersuppe gekocht und als Nachtisch gibt es heißen Fliederbeersaft.

10.20 Uhr Termin zum Lungen-CT und Leber-MRT.

Mit ordentlich Verspätung ging es um 11.10 Uhr mit dem CT los. Das Kontrastmittel war heute zu merken. Das ist jedesmal unterschiedlich. Letztes Mal hab ich es nicht gemerkt. Heute wurde es kurz warm mit einem unheimlichen Urindrang und nach 10 Sekunden war alles vorbei. Beim ersten Mal fühlte es sich an, wie die Zündung einer Atombombe.
Im MRT gab es wieder 25 Minuten Atemkommandos. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen und jetzt nicht mehr atmen. Und einmal zwischendurch kommt nur: Ausatmen!

Das Warten vorher nervt nur. Das Warten auf den Arzt anschließend ist unerträglich. Um 12.07 Uhr durfte ich ins Wartekabuff gehen.

Um 12.25 Uhr kam die Ärztin. Nichts gefunden. Uff.

Es fühlt sich an, als wenn man mit dem Kopf unter der Guillotine liegt und wenn es gut läuft, dann klemmt das Ding.

Zwecks Streßabbau bin ich anschließend bei "Wohnliebe" shoppen gegangen. Ein süßer kleiner Laden im Erdgeschoß des Gesundheitszentrums.

Postkarten, kleine goldene Sternchen-Ohrringe (Modeschmuck natürlich), ein Weihnachtsstempel, Weihnachtsaufkleber...

...und ein Adventskalender!

 

Ich muß mehr Äpfel essen!

Keine Ahnung, was das nun wieder war. Gestern Abend war ich schon fix und fertig und hatte keine Lust, zu den Drangdüwels ins Funambules zu gehen, obwohl die immer einen spaßigen Abend garantieren. Ich bin früh ins Bett und dort erst um 9 Uhr rausgekommen, aber auch nur mit Ach und Krach. Nach einem Blitz-Wochenendeinkauf und Oles Hippotherapie bin ich schlotternd wieder unter meine zwei Bettdecken gekrochen. Obwohl Mittags "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu Ehren von Rolf Hoppe lief.

Von 12- 16 Uhr hab ich tief und fest gepennt, um mich mit Ole um 19 Uhr wieder hinzulegen. Nach 13 Stunden Tiefschlaf war es überstanden. Alles wie vorher und wieder gut.

Wenn man auf der A1 gen Norden fährt, erblickt man kurz vor Hamburg auf der rechten Seite ein Hotel mitten in der Pampa. Und jedes Mal habe ich mich gefragt: Warum steht dieser Kasten mitten in der Pampa an der Autobahn? Und wer zum Teufel steigt dort ab?

Ab sofort kann ich die Frage beantworten. Leute wie ich. :-) Die dort für eine Tagung hin "müssen". Und Handwerker und Menschen auf der Durchreise.

Das Leonardo-Hotel Stillhorn ist zugegebenermaßen ein ganz normales Tagungshotel. Nicht mehr und nicht weniger. Und man verschwendet keine Zeit damit, irgendwo rumzugurken. Nein, man fährt von der Autobahn ab, überquert die Straße und fährt direkt auf den Parkplatz. Mit dem Bus ist es nicht ganz so komfortabel. Der fährt wohl nur stündlich dort vorbei...

Sehr praktisch auch, man braucht keinen Verkehrsfunk hören, sondern kann live beobachten, ob der Verkehr dichter wird. Stau ist zu den Hauptzeiten garantiert. ;-)

Mit geschlossenen Fenstern bekommt man im Hotelzimmer nichts vom Autobahnlärm mit. Bei Frischluftbedarf sollte man besser lüften, während man duscht oder nicht auf dem Zimmer ist.

Und immerhin hatte ichmeine Elphi überm Bett! Und mit Kissen geizen sie auch nicht!

Der Workshop hat viel Spaß gemacht. Der Trainer hat sogar ein Buch geschrieben *Ehrfurcht*. Christian Berndt - Systematische Bewerberinterviews Das hätte ich wohl mal vorm Vorstellungsgespräch wissen und lesen sollen. :-p

Jobs to be done-Theorie => Der Milchshake

Stacey-Matrix

 

Morgens erinnerte mich Facebook daran, daß ich vor einem Jahr "Toast Hawaii" gekocht hätte. Und was war die Folge? Genau! Den ganzen Tag Heißhunger auf dieses weltweit einzig- und eigenartige Gericht.

Dieses Mal habe ich es Facebook aber verheimlicht. Mal sehen, was am 6.11.2019 passiert. ;-)

Blutkontrolle um 12 Uhr.

Die Blutwerte sind eine Katastrophe. Der HB ist auf 8,6 runter. Viel schlimmer sind aber die Leukozyten und was man sonst noch so hat.

Ich nehme immer zwei Wochen Lonsurf und dann sind zwei Wochen Pause. Heute ist der Beginn der ersten Pausenwoche. D.h., die Blutwerte werden im Lauf der Woche noch schlechter und bessern sich erst ab Beginn der 2. Woche, in der ich keine Tabletten nehme. Die Pause wird nun erstmal um eine Woche verlängert. In der vierten Woche habe ich eh die Termine für MRT und CT, so daß man dann sieht, ob die Tabletten überhaupt wirken, Wenn nicht, dann ist die Einnahme eh sinnlos, dann ist die vierte Woche Pause egal, weil ich ganz andere Probleme habe. Und wenn sie wirken, was natürlich die große Hoffnung ist, dann ist die Dosis für mich zu hoch. Die 60mg  morgens und abends hauen mich einfach um.

Fisherman`s friend...

75% der Fahrzeuge sind fertig für den Winter.

Wunderbar.

Eigentlich essen ich mittags in der Kantine nichts Warmes mehr, auch wenn ich den Speiseplan immer studiere. Das heutige Essen hab ich glatt übersehen, dafür empfing mich ein herrlicher Geruch... Grünkohl! Lecker.

Ich konnte nicht widerstehen. Scheixx drauf! Im wahrsten Sinne des Wortes! ;-)

Einigen Kollegen war er zu süß, der Grünkohl. Da auf den Grünkohl eh Zucker gehört, kann das gar nicht sein....

Nach den Erlebnissen vom letzten Jahr, war ich schon auf Krawall gebürstet, als ich nach der Mittagspause zur Grippeschutzimpfung ging. Würde der Arzt sich wieder weigern? Ist es wieder ein Off-Label-Use?

Lange Rede, kurzer Sinn. Termin um 13.05 Uhr, 13 Uhr rein. 13.05 Uhr fertig.

"Guten Tag, ich habe Krebs und spritze täglich hochdosiert Clexane nach einer Thrombose. Der Onkologe befürwortet die Impfung und bittet um subkutane Impfung."

Arzt guckt kurz, stempelt den Impfausweis ab und meint: "Kein Problem. Wir haben ja regelmäßig Menschen mit Herzproblemen, die Blutverdünner nehmen. wo ist das Problem? Rechts oder Links?" - Zack, fertig. Geht doch!

Gräfin Dracula meldet: Der HB-Wert ist von 6,5 auf 9,8 hoch! Der vorsorgliche Termin für eine weitere Blutkonserve morgen ist daher abgesagt.

Wenn ich noch wacher und aktiver werde, verliere ich meinen Beamtenstatus! ;-)

Tja, irgendwie ist der Sommer nun wohl endgültig vorbei. :-( Und der "goldene" Herbst auch. :-(

6.10.

16.10.

20.10.

Da paßt Rainer Maria Rilke gut. Der ist so schwermütig.

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süsse in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Herbstabend

Wind aus dem Mond,
plötzlich ergriffene Bäume
und ein tastend fallendes Blatt.
Durch die Zwischenräume
der schwachen Laternen
drängt die schwarze Landschaft der Fernen
in die unentschlossene Stadt.

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Ende des Herbstes

Ich sehe seit einer Zeit,
wie alles sich verwandelt.
Etwas steht auf und handelt
und tötet und tut Leid.

Von Mal zu Mal sind all
die Gärten nicht dieselben;
von den gilbenden zu der gelben
langsamem Verfall:
wie war der Weg mir weit.

Jetzt bin ich bei den leeren
und schaue durch alle Alleen.
Fast bis zu den fernen Meeren
kann ich den ernsten schweren
verwehrenden Himmel sehn.

Vorgefühl

Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben. Ich ahne die Winde, die kommen, und muss sie leben, während die Dinge unten sich noch nicht rühren: die Türen schliessen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille; die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.

Da weiss ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer. Und breite mich aus und falle in mich hinein und werfe mich ab und bin ganz allein in dem grossen Sturm.

Voller Apfel, Birne und Banane

Voller Apfel, Birne und Banane,
Stachelbeere... Alles dieses spricht
Tod und Leben in den Mund... Ich ahne...
Lest es einem Kind vom Angesicht,

wenn es sie erschmeckt. Dies kommt von weit.
Wird euch langsam namenlos im Munde?
Wo sonst Worte waren, fliessen Funde,
aus dem Fruchtfleisch überrascht befreit.

Wagt zu sagen, was ihr Apfel nennt.
Diese Süsse, die sich erst verdichtet,
um, im Schmecken leise aufgerichtet,

klar zu werden, wach und transparent,
doppeldeutig, sonnig, erdig, hiesig –:
O Erfahrung, Fühlung, Freude –, riesig!

Heute hatte ich in Rostock zu tun. Rund um Rostock stehen unendlich viele Windräder an der A20. Ein schönes Bild bei dem Wetter in Kombination mit  der Laubfärbung.

Pipi-Pause.

Es ging bei der Veranstaltung um KinderReha.

Und noch während des Geschehens war das Ganze schon bei Facebook online.

Da bin ich bzw. meine Rückseite.

Was BioCon Valley genau macht hab ich trotz Studiums der Webseite nicht verstanden. Der Name ist allerdings genial. Der Erfinder hat bestimmt viel Geld dafür bekommen.

Letztes Jahr hab ich mir auf Empfehlung einer lieben Kollegin "Öland" von Johan Theorin gekauft. Dieses Jahr wurde mir von ihr der zweite Band "Nebelsturm" ausgeliehen. Das Buch war eigentlich für die Dänemarkwoche meiner Männer vorgesehen, ich hatte jedoch schon vorher angefangen zu lesen und konnte es nicht mehr weglegen. 

Im Winter, wenn es draußen eisig kalt ist und schneit, hätte ich das Buch nicht aushalten können. Sommerliche Temperaturen im Oktober waren schon sehr gut.

8 Uhr - Termin für die Bluttransfusion. Die Kreuzprobe war fix gemacht, danach dauerte es dann noch, bis es los ging.

Und es dauerte auch länger, als vorher angekündigt.

Als ehemalige Blutspenderin kenne ich natürlich die dicken Nadeln gut, die für die Spende benutzt werden. Umgekehrt ist es genauso. Die Portnadel ist extra dick, damit das Blut gut durchläuft. Örks.
Daher kommt bestimmt auch der Spruch "Blut ist dicker als Wasser". ;-) Nein, tut er natürlich nicht - der hängt mit der buckeligen Verwandtschaft zusammen.

Am Montag, den 22.10. erfolgt eine Blutkontrolle, sofern erforderlich würde es am Dienstag, den 23.10. dann wieder was geben.

Irgendwie fühlt sich das vom Kopf her komisch an, wenn der fremde rote Saft in einen reinläuft. Ich hoffe nur, die Spenderin/der Spender ist kein AfD-Wähler, jemand mit "Benzin im Blut" wär mir ganz recht.

Vielleicht sollte ich das mal probieren?

(Scherz! Das ist für Hunde...)

Entweder hab ich das Essen von Mr. Wok dieses Mal nicht vertragen oder irgendwas anderes nicht. Solche Verdauungsprobleme hatte ewig nicht mehr.

Mein HB-Wert war noch nie toll. Schon beim Blutspenden kratzte er immer an der 12. Das er jemals höher als 12,5 war, erinnere ich nicht. Unter 12 durfte ich nicht spenden und Eisentabletten hab ich nie vertragen. Kurz vor der Krebsdiagnose lag er unter 12 und kam nicht wieder hoch und nach den Operationen 2017 war er deutlich unter 10, so daß im Krankenhaus das erste Mal das Wort "Bluttransfusion" fiel.

Trotz Vitamin B12 und Epo-Spritzen ist der Wert nun innerhalb eines Monat von 8,5 auf 6,5 abgerutscht. Der Onkologe war entsetzt und meinte, so kann er mich nicht ins Wochenende entlassen. Ein niedriger HB-Wert alleine macht keinen Herzinfarkt, in der Gesamtschau bei mir aber schon durch die dauerhafte Sauerstoffunterversorgung.

Demgrunde nach ist es so, als würde ich ohne Sauerstoffgerät auf einem 4000er rumklettern, z.B. dem Mont Blanc. Da ist die Luft ganz schön dünn.

Der Arzt fragte, wie ich mich denn fühlen würde? Ich könne überhaupt nicht leistungsfähig sein und müsse total schlapp und müde sein.

Naja, müde bin ich schon. Immer. Aber wer will da nach 10 Jahren mit Ole und seinem Schlafrhythmus sowie mancher durchkackten Nacht noch sagen können, wo die Müdigkeit herkommt?

Und meine Kondition ist schlecht. Definitiv. Find ich aber eigentlich nicht verwunderlich. Kein Training, Übergewicht, dann das letzte Jahr...

Lange Rede - kurzer Sinn: Freitag gibt es eine Bluttransfusion. Es gibt keine Alternativen.

Ich bin also kein HB-Männchen, sondern ein HB-Weibchen.

Fundstück im Schrank:

Eine über 40 Jahre alte Plastiktüte. Die meisten Geschäfte dürfte es wohl nicht mehr geben. :-(

Ich hatte die Buchung verpeilt und irgendwann gab es keinen Sparpreis mehr für die Wunschzüge, deshalb hatte ich notgedrungen einen recht frühen Zug für die Rückfahrt gebucht. Da die Gottesdienste in Wittenberg von 10-11.30 Uhr gehen, bedeutete das leider: keine Kirchenbesichtigung mehr möglich aufgrund der Zugabfahrt um 11.48 Uhr. Meine liebe Fahrerin hatte mich am Bahnhof abgesetzt und war gerade um die Ecke gebogen, als der Verspätungsalarm der Deutschen Bahn sich meldete... 60 Minuten Verspätung. Äh? wie jetzt? Meine Fahrerin kam prompt zurück und ich konnte mir noch die Stadtkirche UND die Schloßkirche ansehen!

Stadtkirche 

mit Reformationsaltar von Cranach

Schloßkirche

mit der Ladegast-Orgel

Der Zug fiel dann übrigens komplett aus. Der Folgezug war knüppeldicke voll, dafür durchgehend bis Hamburg ohne Umsteigen.♥

Im Herbst 2003 begann für mich das "Führungskraftetraining" und in den darauf folgenden Jahren fanden im 2 bis 3-Monats-Rhythmus mehrere Seminare statt. Eine feste Gruppe von 15 Personen (10 Kollegen aus Halle und Leipzig, zwei aus Baden-Württemberg und zwei aus Rheinland-Pfalz) startete in Altenburg und tourte im Folgenden durch Zeitz/Meerane, Weimar, Halberstadt, Naumburg, Würzburg, Leipzig und Halle. Die Truppe war so toll, daß der Abschied voneinander schwer fiel. Nach einem angehängten offiziellen Folgeseminar haben wir uns ab 2006 privat getroffen. Wie das so ist, ein paar Verluste waren zu verzeichnen, unterm Strich sind über die Jahre aber 11 Personen übrig geblieben, die es einmal jährlich schaffen, ein Wochenende gemeinsam zu verbringen. 2006 startete es in Karlsruhe, im Mai 2007 ging es in Lübeck weiter. Es folgten das Vogtland (2008), Halle (2x), Dresden und zum 10jährigen Altenburg.

Letztes Jahr haben wir das Treffen verbaselt. Die Feierlichkeiten zu 500 Jahren Luther führten zu Hotelproblemen und letztzlich fiel die Zusammenkunft dann ganz ins Wasser. 501 Jahre Luther kann man aber auch feiern mit so tollen Menschen.

Und Wittenberg ist definitiv eine Reise wert!

Turm der Schloßkirche.

DIE Tür an der Schloßkirche.

Der Marktplatz mit der Stadtkirche.

Haus der Geschichte.

Wohnen in der DDR.

Wittenberg 360 Grad - Panorama 1517

Yadegar Asisi hat auf einer Fläche von 15 x 75 Metern mit einer aufwendigen Licht- und Toninszenierung das Leben vor 500 Jahren dargestellt. Das 360 Grad Panorama ist bis zum 31.10.2021 geöffnet.

...ist am Ende des Geldes noch viel Leben über. ;-)

Ich mußte auf dem Weg zur Hippotherapie dieses tolle Windspiel kaufen!!! *Schockverliebt*

Hach! Roxy Music fand ich schon immer schön schnulzig. Nach dem Motto: 2019: Jeden Monat ein Konzert, hab ich mir eine Karte gegönnt und erst beim Buchen festgestellt: Das Konzert findet in der Elphi statt! :-)

(Und der 30. Mai 2019 ist Himmelfahrt. Das wurde mir erst später klar. Der GöGa erschlägt mich... *autsch*)

Und prompt spielte NDR1 "Jealous Guy" im Radio. Seufz.

I was dreaming of the past
and my heart was beating fast
I began to lose control....

Mein Freund, der Baum:

Mein Binnenwasser:

Mein Hafen:

Fit bleiben! Es gibt viel zu tun 2019.

Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die sich während der langen Sharknado-Kinonacht lieben gelernt haben.
Da ist ein Hai als Hochzeitsgeschenk quasi Pflicht.

Und wo ein Mörderhai ist, ist der Zweite auch nicht weit. ;-)

Dam. Dam Dam. Dam Da Dam Da.

Wenn ich schon auf der Ecke bin, muß ich auch die Gelegenheit nutzen und mir das Gut Mönkhof anschauen.

https://www.gutmoenkhof.com/

Ich wußte bis letzten Freitag nichtmal das es das gibt!

Hochzeitsfotos.me

 

 

Blutuntersuchung und Gespräch beim Onkologen.

Die Blutwerte sind dem Lonsurf entsprechen erwartungsgemäß schlecht/durcheinander. Problematisch ist der HB-Wert, mit dem - Zitat Onkoloe - ich quasi nicht leistungsfähig, sondern dauerhaft müde und schlapp bin. Ich bin schon immer sehr müde... Aber nüdscha nix.
Nun gibts Vitamin B12-Tabletten und höher dosierte Epo-Spritzen.

Nächste Blutkontrolle Anfang Oktober und Ende November dann MRT und CT, damit man notfalls vor Weihnachten noch handeln kann. :-(

Ich hatte ja eher die Idee, man untersucht Mitte Dezember, weil über Weihnachten und Silvester eh nix passiert und handelt dann im Januar, aber das kam nicht gut an. Hat er wohl Recht der Onkologe. Kopp in den Sand stecken hilft natürlich nix.

Und ansonsten war die Botschaft: Freuen sie sich, daß es Ihnen so gut geht. Das ist nicht selbstverständlich. Das klang irgendwie so, als wäre er selber überrascht.

 

Und es war Sommer!

Und was für einer - diese Trauben sind echt. In Lübeck gewachsen. Unglaublich.

Ich hatte einen phantastischen Abend mit zwei alten Freunden, die ich seit 33 Jahren kenne. Wir haben uns vorsätzlich und stilvoll mit Gin betrunken. Die Leber wächst mit ihren Aufgaben!

Nr. 1 mit Limette:

Kleine Grundlage:

Nr. 2 mit Basilikum

Nr. 3 war mit Kardamom garniert. Aber ich weiß nicht, ob das dieser war. :-p

Wir konnten wirklich bis 2 Uhr Nachts draußen sitzen! Der Feuerkorb war mehr fürs Gemüt. Die Wärme kam vom Heizstrahler. ;-)

Nr. 7 - Absacker.

Ob das Glas halb leer oder halb voll ist, ist mir  scheixxegal! Ist da Wodka drin?

Was für ein schöner Abend! Das sollten wir unbedingt wiederholen, in ca 1/2 Jahr dürfte ich wieder fit sein dafür.

Hamburg. Die Frisur sitzt.


Die Haare sind fast wieder auf dem Mengen- und Strukturstand von vor der Scheixxe.

Ich hoffe, nur die Haare gewöhnen sich an die Chemotabletten.

Papa Bär sagt: Die alte Frau sieht aus wie die Großmutter von Molly Malone in Dublin.

Hey, ich seh aus wie meine eigene Großmutter und rechts das ist die Zitronenjette! ♥

Noch kurz zur Arbeit und dann rechtzeitig los. 10.15 Uhr Antreten zum MRT der Leber und CT der Lunge.

Leber dieses Mal ohne das Leberspezifische Kontrastmittel. Das normale Kontrastmittel bringt andere Vorteile, deshalb dieses Mal so. Mit den Atemkommandos wirds nicht langweilig und man kommt nicht auf dumme Gedanken, weil man konzentriert lauscht.

Danach CT der Lunge mit dem "Jetzt wirds warm"-Kontrastmittel. Vorher gab es ein Glas Wasser. Irgendwie werden die Aufnahmen dann besser.
Könnte ich statt Wasser auch ein Glas Hochprozentiges bekommen? Meine Nerven liegen so blank.

Danach das Warten und die erlösende Nachricht: Frau Dr. hat auf den ersten Blick nix gefunden... und sie hofft, es bleibt dieses Mal auch auf dem zweiten Blick dabei.

Währenddessen tagen meine Kollegen in Rostock und ich zitiere meine Chefin: Das beste Ergebnis des Tages!

Ich habe fertig. Ab nach Hause und Mittagsschlaf machen.

Auch der zweite Blick blieb ohne Befund. Halleluja. 3 Monate Ruhe.

Ich kenne ja viele Schreibweisen meines Namens. Diese toppt alle! ♥

Mittlerweile ist es ein Ritual. Jedes Jahr im Sommer fliegt mein Lehrgangskollege Matse in den sonnigen Süden und kauft dort im Outlet-Store ein Desigual-Tuch* seiner Wahl für mich.
Und wie jedes Jahr beweist er seinen guten Geschmack!

Das Modell 2018 ist ein rechteckiger Schal namens "Mogli".♥


*Warum Tücher?
Weil die Klamotten von Desigual nur was für gertenschlanke Frauen sind und die Dicken nur auf Accesoires ausweichen können... Handtaschen, Tücher, Regenschirme und Portemonnaies. :-)

 

1. Arbeitstag mit 50. Noch 17 Jahre bis zur Rente, da lohnt es sich durchaus, nochmal was anzufangen. :-)

(Dann hätte ich übrigens exakt mein 50jähriges Dienstjubiläum geschafft!)

Ein Geschenk vom Lehrgang gab es auch.

Und vor allem diesen tollen Luftballon.

Der GöGa kreischte "Pennywise" als ich damit um die Ecke kam. Frechheit! ;-)

Ich hab keine Ahnung, was ich gestern hatte.
Morgens bin ich nicht aus dem Bett gekommen, nur um kurz zum Klo zu gehen und danach bin ich auf der Bettkante wieder zusammengebrochen und mußte weiterschlafen.

Zum Einkaufen mußte ich mich echt aufraffen und war froh, wieder zu Hause zu sein.
Ab ins Bett, zusammenrollen, schlafen. Ab nachmittags war mir noch abwechselnd kalt und warm.

Wenn ich da was ausgebrütet habe, dann war ich ein Schneller Brüter, denn heute ist es so, als wäre nix gewesen. Soll mir recht sein. :-)

 

Es muß irgendwann in den Jahren 1993-96 gewesen sein. Ich saß auf dem Beifahrersitz eines wunderschönen Ford 20m, der mich sanft durch die Holsteinische Schweiz schaukelte und hatte die schlechteste Laune meines Lebens. Die Ursache für die Übellaunigkeit ist bis heute nicht bekannt, der Fahrer war gelinde gesagt genervt von mir und dem Rumgemecker.

Wir passierten Nessendorf und überall waren Esel auf der Straße. Esel sind einfach lustig! Schlagartig wurde die Laune gut und der Tag war gerettet!

Das mit den Eseln funktioniert immer noch. :-D

Das Glücksschwein durfe mit!

Ich denke, die Rolling Stones werden mich locker überleben. Und Mick am längsten.


"Man kann sich von seiner Alten trennen. Aber ich kann mich nicht von Mick trennen."

(Keith Richards (*1943), Stones-Gitarrist)

Irgendwas hab ich da wohl falsch verstanden. Gibt doch Epo! Die nächste Bergetappe kann also kommen.

Den Beipackzettel liest man besser nicht - das Zeug ist lebensgefährlich.

Guckste morgens bei Facebook rein und Kollege 1 fährt bei perfektem Wetter von Hamburg aus nach Helgoland und Kollege 2 von Büsum aus. Und ich war immer noch nicht da!

Das wird dieses Jahr erledigt. Notiz an mich selbst: Nicht aufschieben!!!

Um 12:15 Uhr hatte ich einen Termin beim Onkologen. Wie immer erfolgte zunächst die Blutabnahme. Mein Blutbild ist katastrophal. Die Eisenwerte sind völlig im Keller. Ob ich mich gar nicht schlapp fühle und todmüde bin?
Naja, schon. Aber das ist ja nichts Neues. Wobei ich letzte Woche mittags im Büro schon immer fast (aber nur fast!) am Schreibtisch eingeschlafen wäre. ;-)
Aber gestern hab ich sogar bis 23.30 Uhr einen megaspannenden Krimi geguckt und bin erst um Mitternacht ins Bett gegangen und heute um 6 Uhr aufgestanden.

Die erste Überlegung war, ob ich Epo bekomme (huhu Tour de France), aber bei Thrombosegefahr ist das wohl nicht so gut. Daher gibt es nun erstmal Aufbauspritzen, die ich mir 1x wöchentlich selber spritze. Zusätzlich werden noch weitere Laborwerte eingeholt und ggf. gibt es Eisen und Vitamin D12 nochmal als Infusion, um die Speicher aufzufüllen.

Und warum sackt der Wert eigentlich so ab? (8,5)

Diese und nächste Woche ist Lonsurf-Pause und im Anschluß gibt es noch eine Runde. Ende August ist dann wieder MRT und CT-Kontrolle. Örks. Aber nüdscha nix.


"Und wie geht es Ihnen sonst so? Wie fühlen Sie sich?"

"Danke Doktor. Ich fühle mich prima. Sogar so gut, daß ich manchmal vergesse, daß ich Krebs habe."

"Das ist perfekt. So soll es sein!"

"Ja, leider darf ich mich ja fast täglich mit der Debeka und jetzt auch mit der Beihilfe ärgern. Das erinnert mich dann doch wieder dran..." - Grumpf.

Anmerkung:

Jetzt zickt die Beihilfe. Die Stereotaktische Bestrahlung im Januar wurde zwar grundsätzlich anerkannt und bezahlt. Die Abrechnung des Planungs-CTs wurde nicht anerkannt. Nun wurde eine Anfrage ans Ministerium gestartet.

Mittags Blick in den Spiegel.

Meine Gedanken:

  1. Scheixxe, mein Kackisacki ist ausgelaufen.
  2. Aber auf der falschen Seite.
  3. ich hab ja gar keinen mehr?!😳

Mist, das ist Blut von der Thrombosespritze. Ausnahmsweise gab es die in den Bauch, weil ich die Jeans schon anhatte und es hat nachgeblutet.

Danke an alle, die mich seit 7.15 Uhr so rumlaufen lassen.

Nachtrag:

Abends hat es wieder geblutet. Da hab ich wohl ein Blutgefäß dumm erwischt. :-(


Ein Freund fragte, warum Beamte auf der Arbeit Thromboseprophylaxe betreiben müssen... :-p

Gibt es in der Kantine Labskaus, gibts nur 2 Möglichkeiten: Die Kollegen lieben es oder ekeln sich davor.

Ich gestehe, ich hab es noch nie probiert. Damit komme ich gut klar. Gurke geht gar nicht. Rollmops auch nicht. Und diese Pampe... ach nö...

(Anmerkung: Es soll wieder ausgezeichnet gewesen sein.)

Die letzten Feueralarme - egal ob Probealarm oder versehentlich durch Handwerkerarbeiten ausgelöst - habe ich nicht mitbekommen. Heute war ich endlich mal wieder dabei.

Freitag um 13 Uhr ist ein guter Zeitpunkt und man kann auf dem kleinen Dienstweg viel regeln, während man an den Sammelplätzen steht und wartet.

Ich hab ja immer gedacht, die Vernunft wird siegen. Oder zumindestens hab ich es gehofft.
Aber wer weiß das schon so genau bei der Debeka?

Jedenfalls ist es ärgerlich, daß man sich auch immer noch um so einen Scheixx kümmern muß.

Nix Neues von der Krebsfront. Ich futtere meine Chemotabletten und bete, das sie helfen!

Deshalb gibts ein paar Eindrücke aus der Kantine. Der Speiseplan sieht zumindestens lustig aus:

Letzte Bestrahlung geschafft. Die Luft ist raus! Bzw. sie kommt wieder rein.

Ich durfte den Stöpsel ziehen und dem Vakuum der Blauen Matte symbolisch ein Ende bereiten.

Die Ärztin meinte beim Abschlußgespräch, wir verzichten auf einen weiteren Gesprächstermin, da ich die Bestrahlungen immer so gut vertragen habe und alles so gut klappt.

Gestern nachmittag hat ein Strahlenarzt mit der Debeka telefoniert und versucht, das Abrechnungsproblem aus der Welt zu schaffen. Der Sachbearbeiter war nicht an einer Lösung interessiert. Und telefonisch schon gar nicht.

Die Debeka zahlt keine Analogziffern nach der GOÄ, so war die Aussage.

Dazu muß man wissen: Die GOÄ ist von 1995 und eine Neufassung wird seit 3 Jahren verhandelt. Da in den letzten 20 Jahren durchaus das eine oder andere neue Verfahren dazugekommen ist - die medizinische Entwicklung schreitet ja durchaus fort! - werden neue Verfahren mit Analogziffern in das alte Werk eingearbeitet. D.h., man schaut sich an, zu welcher Behandlung das neue Verfahren am besten paßt oder was am ähnlichsten ist und dann wird der GOÄ-Ziffer ein A hinzugefügt. Es wird dann ausführlich beschrieben, was unter analog fällt. Der Plan ist, das langfristig in einem neuen Werk alles einmal sauber neu durchnumeriert ist und alles eine eigene Ziffer hat. Und da das so komplex ist, wirds eben nicht fertig.

Die Bundesärztekammer und ein Ausschuß der Privaten Krankenversicherer beschließt die Analogziffern gemeinsam, insofern dürften sie also auch für die Debeka gelten.

Wie gesagt, an einer Lösung war man nicht interessiert. Der Sachbearbeiter lehnt die Behandlung ab und begründet dieses damit, daß die GOÄ das nicht abdeckt. Und als der Arzt ihn bat, das sie mal gemeinsam in die GOÄ schauen und er ihm das erklärt, meinte er, er hätte keine GOÄ. Ja, neee. Is klar.

Er wird nun eine Kopie der GOÄ bekommen und eine ärztliche Stellungnahme, wieso, weshalb, warum.... Die Strahlenärzte haben schon angekündigt, sie würden mich im Klageverfahren gegen die Debeka unterstützen.

Zur stereotaktischen Bestrahlung gibt es drei Möglichkeiten:

- Bestrahlung von Kindern: das trifft auf mich nicht zu!

- Bestrahlung von gutartigen Geschwülsten: das trifft auf mich leider auch nicht wirklich zu!

- Bestrahlung von bösartigen Arschlochkrebsen bei Erwachsenen: jo, das könnt es sein...

 

Mein lieber Exfreund hat mir Bilder geschickt. Rate mal, wo ich bin? Beim 34. Kite Flyers Meeting auf Fano...

http://www.kitefliersmeetingfanoe.de/

Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren waren wir da! Warum weiß ich das noch so genau? Weil ich die mündliche Prüfung zur Sozialversicherungsfachangestellten hinter mir hatte und wir danach los sind. Den Feiertag nutzen! Der 17. Juni 1988 war ein Freitag.

http://www.drachenfliegerinnung.de/bibliothek.htm

 

Es lebe die Private Krankenversicherung.

Da wird man im Januar 2018 bestrahlt und das mit Erfolg. Die Aktion ist billiger und schonender als die operative Entfernung eines kompletten Lungenflügels, der im übrigen nicht nachwächst und durchaus zu etwas Atemnot führt (während da jetzt nur drei Stellen drin sind, die nicht mehr "arbeiten") und was sagt die Debeka?
Zahlen wir nicht!

Nach telefonischer Auskunft eines Mitarbeiters ist die Bestrahlung bei der Diagnose Darmkrebs ja auch nicht angezeigt. Äh? Bestrahlt wird ja auch nicht der Darm, sondern die Lungenmetastasen, die als Diagnose immer noch Darmkrebs sind... Und außerdem handelt es sich um kein zugelassenes Verfahren der Bundesärztekammer. Und die GOÄ-Ziffer stimmt nicht.

Ich werd wahnsinnig!